Dienstag, 22. März 2016

DBZ Fukkatsu no F ab September im Kino - mit negativen Reaktionen...

Man rechnete eigentlich nicht mehr damit, dass nach 13 Jahren endlich wieder ein Dragon Ball-Film (abgesehen von "DB Evolution") in den deutschen Kinos anlaufen würde. Doch die Kritiken sind bereits ein halbes Jahr davor aus gewissen Gründen bislang hauptsächlich negativ...

Nach dem Ende von Dragon Ball GT Ende 2006 gab es lange Zeit kein, neues deutschsprachiges Material mehr - auch wenn in Japan nach und nach vereinzelte Specials erschienen und 2009 Dragon Ball Kai anlief.

Dann kam 2015 und es wurde für Deutschland die Veröffentlichung von Battle of Gods bekanntgegeben - und dem Publisher Universum Anime gelang es wie zuvor angekündigt fast alle deutschen Stammsprecher für den Film zu gewinnen. Ein Riesenplus für die Fans, was sich auch in den Verkaufszahlen widerspiegelte.


Der Aufschrei um Dragon Ball Kai

Parallel wurde bekannt, dass Kazé sich die ersten 98 Folgen von Dragon Ball Kai gesichert hat, allerdings auf den Hauptcast von damals verzichtet und auf neue Sprecher setzte, wobei viele Nebenrollen dennoch von den Stammsprechern besetzt blieben. Gründe sind wohl, dass viele Stammsprecher wie Tommy Morgenstern inzwischen schon große Nummern im deutschen Synchronbusiness sind und Ihnen entweder die Zeit für eine längere Serie fehlt und/oder deren Gagen inzwischen zu hoch für das gesetzte Budget sind.

Der Aufschrei war groß. Viele wollten sich die neue Fassung nicht einmal ansehen. Plötzlich nahm ProSiebenMAXX im November die ersten 48 Folgen der Serie kurzfristig ins Programm und es schalteten dennoch einige ein. Und die Meinungen gehen auseinander. Einige können sich nach einigen Folgen an die neuen Sprecher gewöhnen, andere u. a. aus nostalgischen Gründen noch an den alten Sprechern. Wo sich aber scheinbar alle einig sind, ist, dass Son-Gohans Stimme vielleicht in den ersten Folgen gepasst hat, aber insgesamt hätte man da wohl besser wie damals auf einen jungen Sprecher wie Sandro Blümel gesetzt.


Fukkatsu no F im Kino, aber der Cast...

Dennoch hatte man sich schon drauf eingestellt, dass wenn Dragon Ball Super wohl Ende 2016 nach Deutschland kommt, den gleichen Cast erhalten wird. Genauso erwartete man die Veröffentlichung von Fukkatsu no F aufgrund des Erfolges von Battle of Gods mit den alten Sprechern.

Doch am Sonntag überraschte Kazé alle mit der Ankündigung den 15. DBZ-Film im September in die Kinos zu bringen. Der Film an sich hat meiner Meinung nach ein gutes Potenzial für ins Kino, vor allem da ein alter berüchtigter Feind zurückkehrt und der Streifen vor allem grafisch das beste DBZ-Film ist. Auch in Japan war der Film weitaus erfolgreicher als Battle of Gods und auch in den USA fieberten ihm viele entgegen.

Die Situation in Deutschland ist dennoch eine andere: Der Anime-Markt ist nicht so stark wie anders wo, aber Dragon Ball Z ist eben die Anime-Serie schlechthin. Sie hatte damals hierzulande den großen Boom ausgelöst. Und eben aus dieser Nostalgie ist eine Kinoveröffentlichung eine interessante Sache - wenn auch gewagt.

Dennoch wurde bereits publiziert, dass der Dragon Ball Kai-Cast den neuen DBZ-Film synchronisieren wird. Und da fragt man sich: Warum setzt man hier nicht auf Kontinuität? 14 DBZ-Filme wurden bereits mit den gleichen Stammsprechern synchronisiert, warum erhält Film 15 dann einen neuen Cast? Und gerade weil es eben der vermutlich der letzte DBZ-Film werden könnte, denn es ist gut möglich, dass weitere künftige Filme wie die aktuelle TV-Serie unter dem Namen 'Dragon Ball Super' laufen würden.

Will man jetzt den neuen Cast schon für künftige Veröffentlichungen etablieren? Und mit einer Kinoveröffentlichung ihn an die breite Masse gewöhnen? Wie gesagt, ich behaupte nicht, dass der neue Cast schlecht ist, jedoch geht es mir hier eher im die Kontinuität, zumal die Geschichte in verlängerter Form ja auch in Dragon Ball Super vorkommt, wo eben der neue Cast wegen meiner ruhig eingesetzt werden kann. So hätte man am Ende zwei Varianten für den 'Revival of F'-Handlungsabschnitt gehabt und damit wären sowohl die Nostalgiker als auch die 'neuen Fans' zufrieden.


Reaktionen und Petitionen

Es ist irgendwo eine verpasste Chance, denn gerade für eine Kinoveröffentlichung wäre die Ankündigung oder der Vermerk "mit den alten Sprechern" auf den Plakaten für den Erfolg sehr hilfreich gewesen. 

Die breite Masse und Fans von damals finden es nunmal eben schwer, sich mit dem neuen Cast abzufinden. Nicht umsonst gibt es auf der Kazé-Facebookseite und diversen Foren bereits viele negative Stimmen.

Doch nicht nur das: Auch wenn es wohl nicht viel helfen wird, wurde bereits eine Petition gestartet, die nach nicht einmal zwei Tagen bereits über 1000 Stimmen erhielt.

Zudem gibt es auf YouTube einen selbstgemachten Trailer, indem sich die alten Stimmen fluchend über diese Situation beschweren und am Ende "genkidama-artig" dazu aufruft, bei der Petition mitzumachen.


Der Trailer zur Petition

Wie auch immer. Vielleicht kann ja noch was bewegt werden. Andererseits wirkt die Ankündigung so schon recht sicher.

Aber vielleicht sollten wir bei all der Kritik mal dennoch anmerken: Es ist bemerkenswert, dass es Dragon Ball Z wieder ins deutsche Kino schafft. Ich hatte nach dem Hype der frühen 2000er nicht mehr mit sowas gerechnet. Und das weniger als 1,5 Jahre nach der Japanveröffentlichung.

Genauso wenig, dass Dragon Ball Kai nach sechs Jahren überhaupt kam. Und gerade das sich jetzt noch einige darum scheren, was die Sprecherwahl und Qualität der Synchronisation anbelangt, zeigt einfach was für eine starke Fanbase Dragon Ball Z noch immer vorweisen kann.

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