Montag, 29. September 2014

Dragon Ball in Tokio - Ein Reisebericht

Wenn man sich mal auf eine Reise in die japanische Hauptstadt Tokio begibt, stellt man fest, dass man der Kultserie Dragon Ball nur schwierig ausweichen kann. Gerade die aktuellen Entwicklungen in Anbetracht des letztjährigen Kinofilms „Battle of Gods“, den seit diesem Jahr neu angelaufenen Dragon Ball Kai-Folgen, dem weiterhin bestehenden Videospielmarkt sowie der Ankündigung für einen neuen Film im kommenden Jahr geben dem Anime-Klassiker aktuell noch einmal einen richtigen Schub.

Selbst wenn man bekannte Sehenswürdigkeiten wie den Tokyo Tower oder den 2012 erbauten Tokyo Skytree besucht und auch nicht unbedingt gezielt nach Anime-Artikeln Ausschau hält, findet man dort in den Souvenirläden unterhalb der jeweiligen Tower neben den inzwischen sehr stark  präsenten One Piece-Artikeln auch viel Dragon Ball Merchandising.

In der Anime-Hochburg von Akihabara ist Dragon Ball zwar  auch nur eine Serie von vielen, aber unter der großen Vielfalt an zahlreichen Anime-Produkten findet man hier vor allem eine große Auswahl an Figuren in verschiedenen Größen.

Öfters vorzufinden sind auch auch Scouter, Kostüme von  Son-Goku, Freezer oder Vegeta – gelegentlich aber auch Shirts, die beispielsweise den Oberkörper von Piccolo aufgedruckt haben.
Natürlich geht das alles auch in Richtung Sticker, Schlüsselanhänger, Poster und alles was die Merchandising-Welt so produzieren kann.

Dragon Ball Z in der J-World

Allerdings findet man in der 2013 eröffneten J-World, einem Shonen Jump-Themenpark im Stadtteil Ikebukuro, einen deutlicheren Fokus auf Akira Toriyamas Lebenswerk: Neben One Piece und Naruto hat Dragon Ball Z hier einen eigenen Bereich.

Eingeleitet wird der Abschnitt durch Nachbauten der Mauern des Großen Turniers, wo man auch an einer Wand auch die bisherigen Sieger abgebildet sieht.

In unmittelbarer Nähe gibt es die Möglichkeit das Arcade-Game Dragon Ball Heroes zu spielen und verschiedene Fanartikel zu erwerben.
Doch das ist bei weitem nicht alles: Man kann sich hinter einen überdimensionalen Scouter stellen und die Kampfkraft messen lassen. Hier kommen beispielsweise Werte von Muten-Roshis Schildkröte, Freezer oder Super-Saiyajin Son-Goku heraus.

Direkt daneben besteht die Chance sich in einer Saiyajin-Rüstung von Radditz abfotografieren lassen oder sich in eine Saiyajin-Raumkapsel zu setzen. Dahinter befindet sich noch ein Schwerkraft-Raum, der trotz Tür allerdings scheinbar nicht betretbar ist.

Auch Son-Gokus Wolke Jindujun hat ein Nachbild: Durch die Stehposition hinter der Wolke kann man sich so hinstellen, dass es so aussieht als stünde man auf der Kinto’un, wie sie ja im Original heißt.

Für 800 Yen (bei aktuellem Kurs 5,76 €) kann man sich noch mittels Dragon-Radar auf die Suche nach den sieben magischen Kugeln begeben. Man bewegt sich hier durch einen Bereich, der an den unteren Teil von Gottes Palast erinnert. Hier findet man in einem der Räumlichkeiten unter anderem auch jedes Erscheinen Shenlongs nochmal in einem Bild gewidmet.

Wenn man dann noch weitere 800 Yen investiert, kann man Son-Goku beim Kampf gegen Freezer unterstützen, indem man dem gemeinsam mit dem Protagonisten der Serie ein Kamehameha auf den Gegner feuert.

TV-Präsenz weiterhin gegeben

Wie bereits zuvor erwähnt, gibt Dragon Ball Kai seit diesem Frühjahr wieder jeden Sonntag eine neue Folge Dragon Ball Kai. Der Sendeplatz vormittags um 09:00 Uhr auf Fuji TV zeigte während meines Aufenthalts die Folge 122, in dem es um die Suche nach den Dragon Balls ging, die dem Zweck dienen sollte, alle von Vegeta auf dem Turnier getöteten Zuschauer wiederzubeleben. Parallel dazu spekulierte man bei Gottes Palast über das weitere Vorgehen gegen Boo und kam auf die Idee, dass Trunks und Son-Goten fusionieren könnten.

Vielleicht sollte man nach die auf das Drumherum der Folge eingehen: Nach dem Opening-Song Kuu-Zen-Zetsu-Go lief zunächst einmal Werbung bevor die eigentlich Folge beginnen konnte. Während der Folge erfüllten die Werbetrenner auch ihre Pflicht, bevor es zum zweiten Teil der Episode ging und schlussendlich mit dem zweiten Dragon Ball Kai-Ending der Boo-Saga „Junjou“ endete.

Doch entgegen meiner Erwartungen war dies nicht die einzige TV-Präsenz von Dragon Ball. Als am Dienstagabend um 22:00 Uhr auf Tokyo Mix plötzlich das Chala-head-chala-Intro startete in 4:3 startete, war klar worum es ging. Die Zwischensequenzen während des Openings zeigten, dass es sich in Richtung Saiyajin- oder Namek-Saga orientieren musste.

Und dem war so: Es lief die Folge 60 (dt. Titel „Clevere Bulma“), ein Anime-Filler, bei dem Bulma mit zwei Schergen Freezers zu tun hatte und Son-Goku sich beim Training auf dem Weg nach Namek eigentlich nur selbst schlagen konnte.

Abschließend lief das Ending Detekoi Tobikiri Zenkai Power!, wovon wir in der deutschen Fassung nur ein paar Szenen her kennen.

Ausblick

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Dragon Ball in Japan weiterhin nicht wegzudenken ist – generell wird man zwar mehr mit One Piece-Merchandising konfrontiert, doch hierzu sollte man auch beachten, dass Dragon Ball im Gegensatz zum Piratenanime abgeschlossen ist und sich somit in einer anderen Phase befindet.

Dennoch: Die Videospiele ziehen weiterhin („Xenoverse“  ist in der Mache) und auch für den neuen Film kommendes Jahr machte man in der J-World schon fleißig Werbung.
Ein Flyer mit einem Super-Saiyajin Son-Goku, der gerade eine Momentante Teleportation vorbereitet und den Daten „2015 GW“ (für „Golden Week“) spornt die Fans schon für das kommende Jahr an.

Wir dürfen gespannt sein, was uns in der Zukunft noch alles erwarten wird.

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