Wenn man sich mal auf
eine Reise in die japanische Hauptstadt Tokio begibt, stellt man fest, dass man
der Kultserie Dragon Ball nur schwierig ausweichen kann. Gerade die aktuellen
Entwicklungen in Anbetracht des letztjährigen Kinofilms „Battle of Gods“, den
seit diesem Jahr neu angelaufenen Dragon Ball Kai-Folgen, dem weiterhin
bestehenden Videospielmarkt sowie der Ankündigung für einen neuen Film im
kommenden Jahr geben dem Anime-Klassiker aktuell noch einmal einen richtigen
Schub.
In der Anime-Hochburg von Akihabara ist Dragon Ball zwar auch nur eine Serie von vielen, aber unter der
großen Vielfalt an zahlreichen Anime-Produkten findet man hier vor allem eine
große Auswahl an Figuren in verschiedenen Größen.
Öfters vorzufinden sind auch auch Scouter, Kostüme von Son-Goku, Freezer oder Vegeta – gelegentlich
aber auch Shirts, die beispielsweise den Oberkörper von Piccolo aufgedruckt
haben.
Natürlich geht das alles auch in Richtung Sticker,
Schlüsselanhänger, Poster und alles was die Merchandising-Welt so produzieren
kann.
Dragon Ball Z in der J-World
Allerdings findet man in der 2013 eröffneten J-World, einem
Shonen Jump-Themenpark im Stadtteil Ikebukuro,
einen deutlicheren Fokus auf Akira Toriyamas Lebenswerk: Neben One Piece
und Naruto hat Dragon Ball Z hier einen eigenen Bereich.
Eingeleitet wird der Abschnitt durch Nachbauten der Mauern
des Großen Turniers, wo man auch an einer Wand auch die bisherigen Sieger
abgebildet sieht.
In unmittelbarer Nähe gibt es die Möglichkeit das
Arcade-Game Dragon Ball Heroes zu
spielen und verschiedene Fanartikel zu erwerben.
Doch das ist bei weitem nicht alles: Man kann sich hinter
einen überdimensionalen Scouter stellen und die Kampfkraft messen lassen. Hier
kommen beispielsweise Werte von Muten-Roshis Schildkröte, Freezer oder
Super-Saiyajin Son-Goku heraus.
Direkt daneben besteht die Chance sich in einer
Saiyajin-Rüstung von Radditz abfotografieren lassen oder sich in eine Saiyajin-Raumkapsel
zu setzen. Dahinter befindet sich noch ein Schwerkraft-Raum, der trotz Tür
allerdings scheinbar nicht betretbar ist.
Auch Son-Gokus Wolke Jindujun hat ein Nachbild: Durch die
Stehposition hinter der Wolke kann man sich so hinstellen, dass es so aussieht
als stünde man auf der Kinto’un, wie
sie ja im Original heißt.
Für 800 Yen (bei aktuellem Kurs 5,76 €) kann man sich noch
mittels Dragon-Radar auf die Suche nach den sieben magischen Kugeln begeben. Man
bewegt sich hier durch einen Bereich, der an den unteren Teil von Gottes Palast
erinnert. Hier findet man in einem der Räumlichkeiten unter anderem auch jedes Erscheinen Shenlongs nochmal in einem Bild gewidmet.
Wenn man dann noch weitere 800 Yen investiert, kann man
Son-Goku beim Kampf gegen Freezer unterstützen, indem man dem gemeinsam mit dem
Protagonisten der Serie ein Kamehameha auf den Gegner feuert.
TV-Präsenz weiterhin gegeben
Wie bereits zuvor erwähnt, gibt Dragon Ball Kai seit diesem
Frühjahr wieder jeden Sonntag eine neue Folge Dragon Ball Kai. Der Sendeplatz
vormittags um 09:00 Uhr auf Fuji TV zeigte während meines Aufenthalts die Folge
122, in dem es um die Suche nach den Dragon Balls ging, die dem Zweck dienen
sollte, alle von Vegeta auf dem Turnier getöteten Zuschauer wiederzubeleben.
Parallel dazu spekulierte man bei Gottes Palast über das weitere Vorgehen gegen
Boo und kam auf die Idee, dass Trunks und Son-Goten fusionieren könnten.
Vielleicht sollte man nach die auf das Drumherum der Folge
eingehen: Nach dem Opening-Song Kuu-Zen-Zetsu-Go
lief zunächst einmal Werbung bevor die eigentlich Folge beginnen konnte. Während
der Folge erfüllten die Werbetrenner auch ihre Pflicht, bevor es zum zweiten
Teil der Episode ging und schlussendlich mit dem zweiten Dragon Ball Kai-Ending
der Boo-Saga „Junjou“ endete.
Doch entgegen meiner Erwartungen war dies nicht die einzige
TV-Präsenz von Dragon Ball. Als am Dienstagabend um 22:00 Uhr auf Tokyo Mix plötzlich
das Chala-head-chala-Intro startete in 4:3 startete, war klar worum es ging.
Die Zwischensequenzen während des Openings zeigten, dass es sich in Richtung
Saiyajin- oder Namek-Saga orientieren musste.
Und dem war so: Es lief die Folge 60 (dt. Titel „Clevere
Bulma“), ein Anime-Filler, bei dem Bulma mit zwei Schergen Freezers zu tun hatte
und Son-Goku sich beim Training auf dem Weg nach Namek eigentlich nur selbst
schlagen konnte.
Ausblick
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Dragon Ball in
Japan weiterhin nicht wegzudenken ist – generell wird man zwar mehr mit One
Piece-Merchandising konfrontiert, doch hierzu sollte man auch beachten, dass
Dragon Ball im Gegensatz zum Piratenanime abgeschlossen ist und sich somit in
einer anderen Phase befindet.
Dennoch: Die Videospiele ziehen weiterhin („Xenoverse“ ist in der Mache) und auch für den neuen Film
kommendes Jahr machte man in der J-World schon fleißig Werbung.
Ein Flyer mit einem Super-Saiyajin Son-Goku, der gerade eine
Momentante Teleportation vorbereitet und den Daten „2015 GW“ (für „Golden
Week“) spornt die Fans schon für das kommende Jahr an.
Wir dürfen gespannt sein, was uns in der Zukunft noch alles
erwarten wird.

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