Freitag, 25. März 2016

Kehrt Detektiv Conan 2016 endlich mit neuen Folgen zurück?

Am 3. Juli 2006 lief mit "Der stumm zurückgelassene Beweis - Teil 2" die 333. und bisher letzte neue Folge von Detektiv Conan im deutschen TV. Danach gab es vereinzelte Wiederholungen und es erfolgte immerhin die Veröffentlichung der Filme. Doch geht es dieses Jahr endlich weiter? Ein Rückblick.

Es war gegen Ende der beliebten Anime-Zeit auf RTL2: Auch wenn die Kultserien zuvor bereits unter Zensur litten, zeigte sich Ende 2006 ein ganz anderes Muster, was die Ausstrahlungen von Animes betraf.

Nach jahrelangem Warten startete endlich Dragon Ball GT und litt an einer Zensur wie zuvor nie dagewesen: Dreizehn der 64 Folgen ließ man komplett weg, den Rest kürzte man sehr stark ein und wandte unverständliche Dialogzensur ein. Diese zielte darauf ab, den Tod aus der Serie "wegzubringen". 

Es wurden demnach für jeden Fall eine andere Umschreibung gesucht. Wie eben "eins auf die Mütze geben" oder einfach nur "besiegen". Ein ähnliches Schicksal erlitt der Serienstart von Naruto, wo sogar viel Blut wegretuschiert wurde.

Und 2008 entwickelte sich dadurch der Enies Lobby-Arc aus One Piece zur Lachnummer: Gerade in Folgen in denen ein Hauptcharakter wirklich sterben will und die Strohhutbande der Weltregierung den Krieg erklärt wurden die Dialoge derart ungünstig angepasst, damit die Lage dort einfach weniger brisant erscheint und eher "wie ein Spiel" wirkte.

Den Umgang mit diesen drei Serien stellte natürlich die Fortsetzung von Detektiv Conan in Frage. Hier wäre eine Dialogzensur ein noch größerer Schaden für die Serie gewesen - es hätte sie derart in den Dreck gezogen und den Sinn völlig entstellt.

Die Folge: RTL2 strahlte keine weiteren neuen Folgen aus, obwohl man dies Ende 2010 überraschenderweise sogar ankündigte. Es sollten nur eine bestimmte Anzahl an Likes auf der MyPokito-Facebook-Seite erreicht werden, was problemlos erreicht wurde.

Aus der Ankündigung folgte bald die Absage: Es hätte lizenzrechtliche Gründe. Andererseits zeigte man bereits von Kazé veröffentlichte Filme und die auch noch in RTL2-entsprechender Schnittfassung. Zudem wurde das Anime-Programm ins Wochenende umgelegt.

Dann übernahm überraschend VIVA Ende 2011 die Serie und zeigte alle Folgen und viele davon auch erstmals ungeschnitten, was vor allem bei späteren Episoden auffiel. Nach drei Durchläufen war Anfang 2014 Schluss und bald endeten die Animes auch generell bei VIVA.

Seit September 2013 ist ProSiebenMAXX die deutsche Hoffnung was Anime-Sender anbelangt. Viele der damaligen RTL2-Serien wie One Piece, Naruto, Dragon Ball, Yu-Gi-Oh! oder Pokémon wurden bereits übernommen. Zudem kamen diese Serien auch in den Genuss weiterer neuer Folgen. Zusätzlich gibt es mittwochs eine "Anime-Nacht", die sich speziell an ein älteres Publikum richtet.

Doch weshalb schaffte es Detektiv Conan nicht wie einige der anderen Serien wieder ins Programm aufgenommen werden? Offensichtlich war bis Ende letzten Jahres die Lizenz gesperrt, die aber seit Kurzem wohl wieder von einer noch unbekannten Firma übernommen wurde. Ein gewisser Tweet machte kürzlich darauf aufmerksam, dass die Lizenz für eine wohl nicht gerade niedrige Summe wegging.

Viele sehen die Hoffnung nun eher bei einem DVD-Release aller bisherigen Folgen als mit neuen deutschen Folgen. Vielleicht gibt es ja eine mögliche Kooperation mit einer TV-Ausstrahlung wie bei Dragon Ball Kai zuletzt. Eine erfolgreiche Wiederholung der Serie sollten für neue Folgen zumindest kein Nachteil darstellen.

Es wäre einfach schade, wenn sich weiter keiner dem Projekt annimmt. Zudem die wichtigen Stammsprecher noch weiterhin jährlich bei den Filmen mitwirken und damit noch nicht ganz aus der Übung wären. Und die Lücke zu Japan ist inzwischen immens: Über 500 Folgen Rückstand.

Jetzt erreichen wir bald den zehnten Jahrestag der letzten neuen Folge in Deutschland und es bleibt nur zu hoffen, dass sich trotz einer Reihe von Fehlentscheidungen an gewissen Positionen nun dieses Jahr endlich weitergeht...



Dienstag, 22. März 2016

DBZ Fukkatsu no F ab September im Kino - mit negativen Reaktionen...

Man rechnete eigentlich nicht mehr damit, dass nach 13 Jahren endlich wieder ein Dragon Ball-Film (abgesehen von "DB Evolution") in den deutschen Kinos anlaufen würde. Doch die Kritiken sind bereits ein halbes Jahr davor aus gewissen Gründen bislang hauptsächlich negativ...

Nach dem Ende von Dragon Ball GT Ende 2006 gab es lange Zeit kein, neues deutschsprachiges Material mehr - auch wenn in Japan nach und nach vereinzelte Specials erschienen und 2009 Dragon Ball Kai anlief.

Dann kam 2015 und es wurde für Deutschland die Veröffentlichung von Battle of Gods bekanntgegeben - und dem Publisher Universum Anime gelang es wie zuvor angekündigt fast alle deutschen Stammsprecher für den Film zu gewinnen. Ein Riesenplus für die Fans, was sich auch in den Verkaufszahlen widerspiegelte.


Der Aufschrei um Dragon Ball Kai

Parallel wurde bekannt, dass Kazé sich die ersten 98 Folgen von Dragon Ball Kai gesichert hat, allerdings auf den Hauptcast von damals verzichtet und auf neue Sprecher setzte, wobei viele Nebenrollen dennoch von den Stammsprechern besetzt blieben. Gründe sind wohl, dass viele Stammsprecher wie Tommy Morgenstern inzwischen schon große Nummern im deutschen Synchronbusiness sind und Ihnen entweder die Zeit für eine längere Serie fehlt und/oder deren Gagen inzwischen zu hoch für das gesetzte Budget sind.

Der Aufschrei war groß. Viele wollten sich die neue Fassung nicht einmal ansehen. Plötzlich nahm ProSiebenMAXX im November die ersten 48 Folgen der Serie kurzfristig ins Programm und es schalteten dennoch einige ein. Und die Meinungen gehen auseinander. Einige können sich nach einigen Folgen an die neuen Sprecher gewöhnen, andere u. a. aus nostalgischen Gründen noch an den alten Sprechern. Wo sich aber scheinbar alle einig sind, ist, dass Son-Gohans Stimme vielleicht in den ersten Folgen gepasst hat, aber insgesamt hätte man da wohl besser wie damals auf einen jungen Sprecher wie Sandro Blümel gesetzt.


Fukkatsu no F im Kino, aber der Cast...

Dennoch hatte man sich schon drauf eingestellt, dass wenn Dragon Ball Super wohl Ende 2016 nach Deutschland kommt, den gleichen Cast erhalten wird. Genauso erwartete man die Veröffentlichung von Fukkatsu no F aufgrund des Erfolges von Battle of Gods mit den alten Sprechern.

Doch am Sonntag überraschte Kazé alle mit der Ankündigung den 15. DBZ-Film im September in die Kinos zu bringen. Der Film an sich hat meiner Meinung nach ein gutes Potenzial für ins Kino, vor allem da ein alter berüchtigter Feind zurückkehrt und der Streifen vor allem grafisch das beste DBZ-Film ist. Auch in Japan war der Film weitaus erfolgreicher als Battle of Gods und auch in den USA fieberten ihm viele entgegen.

Die Situation in Deutschland ist dennoch eine andere: Der Anime-Markt ist nicht so stark wie anders wo, aber Dragon Ball Z ist eben die Anime-Serie schlechthin. Sie hatte damals hierzulande den großen Boom ausgelöst. Und eben aus dieser Nostalgie ist eine Kinoveröffentlichung eine interessante Sache - wenn auch gewagt.

Dennoch wurde bereits publiziert, dass der Dragon Ball Kai-Cast den neuen DBZ-Film synchronisieren wird. Und da fragt man sich: Warum setzt man hier nicht auf Kontinuität? 14 DBZ-Filme wurden bereits mit den gleichen Stammsprechern synchronisiert, warum erhält Film 15 dann einen neuen Cast? Und gerade weil es eben der vermutlich der letzte DBZ-Film werden könnte, denn es ist gut möglich, dass weitere künftige Filme wie die aktuelle TV-Serie unter dem Namen 'Dragon Ball Super' laufen würden.

Will man jetzt den neuen Cast schon für künftige Veröffentlichungen etablieren? Und mit einer Kinoveröffentlichung ihn an die breite Masse gewöhnen? Wie gesagt, ich behaupte nicht, dass der neue Cast schlecht ist, jedoch geht es mir hier eher im die Kontinuität, zumal die Geschichte in verlängerter Form ja auch in Dragon Ball Super vorkommt, wo eben der neue Cast wegen meiner ruhig eingesetzt werden kann. So hätte man am Ende zwei Varianten für den 'Revival of F'-Handlungsabschnitt gehabt und damit wären sowohl die Nostalgiker als auch die 'neuen Fans' zufrieden.


Reaktionen und Petitionen

Es ist irgendwo eine verpasste Chance, denn gerade für eine Kinoveröffentlichung wäre die Ankündigung oder der Vermerk "mit den alten Sprechern" auf den Plakaten für den Erfolg sehr hilfreich gewesen. 

Die breite Masse und Fans von damals finden es nunmal eben schwer, sich mit dem neuen Cast abzufinden. Nicht umsonst gibt es auf der Kazé-Facebookseite und diversen Foren bereits viele negative Stimmen.

Doch nicht nur das: Auch wenn es wohl nicht viel helfen wird, wurde bereits eine Petition gestartet, die nach nicht einmal zwei Tagen bereits über 1000 Stimmen erhielt.

Zudem gibt es auf YouTube einen selbstgemachten Trailer, indem sich die alten Stimmen fluchend über diese Situation beschweren und am Ende "genkidama-artig" dazu aufruft, bei der Petition mitzumachen.


Der Trailer zur Petition

Wie auch immer. Vielleicht kann ja noch was bewegt werden. Andererseits wirkt die Ankündigung so schon recht sicher.

Aber vielleicht sollten wir bei all der Kritik mal dennoch anmerken: Es ist bemerkenswert, dass es Dragon Ball Z wieder ins deutsche Kino schafft. Ich hatte nach dem Hype der frühen 2000er nicht mehr mit sowas gerechnet. Und das weniger als 1,5 Jahre nach der Japanveröffentlichung.

Genauso wenig, dass Dragon Ball Kai nach sechs Jahren überhaupt kam. Und gerade das sich jetzt noch einige darum scheren, was die Sprecherwahl und Qualität der Synchronisation anbelangt, zeigt einfach was für eine starke Fanbase Dragon Ball Z noch immer vorweisen kann.

Sonntag, 6. März 2016

Dragon Ball Super Episode 34 REVIEW: IST FROST WIE FREEZER?!

(c) Toei Animation
Es war die 33. Folge des neuen Dragon Ball-Animes und die Überraschung am Ende, dass Son-Goku gegen Frost aus dem 6. Universum verlor. Doch wie konnte das passieren?

Das Ende kam umso unerwarteter, da der Anime inzwischen dem Manga voraus ist. Dort war zuletzt die Verwandlung von Frost in dessen finale Form zu sehen. Der Anime behandelte dies zwar auch in Folge 33, aber damit war es nicht getan.


Frost traf Son-Goku am Ende leicht, wodurch es dem Saiyajin schwindelig wurde und sein Gegner die Gelegenheit nutzte den Kampf für sich zu entscheiden. Son-Goku wurde aus dem Ring befördert, was dessen Niederlage bedeutete.

Wie sich nun in dieser Folge herausstellte, kam Son-Goku wieder zu sich, nachdem ChiChi besorgt zu ihm rannte. Er gesellte sich wieder auf die Zuschauerbank und konnte sich sein Ausscheiden nicht so recht erklären, was Beerus sauer machte.

Nun tritt Piccolo gegen Frost an. Auf die Frage, ob der Namekianer siegen könnte, antwortete Son-Goku mit einem "Nein" und gab ihm aber die Anregung Frost zu schwächen, damit es Vegeta im Folgekampf leichter haben könnte.

Und Piccolo legte sich anschließend richtig ins Zeug: Er nutzte Nachbilder, verlängerte seine Arme und lud seine berühmte Höllenspirale auf. Als Frost sich in einer ungünstigen, gefesselten Lage befand, bekam Piccolo ebenfalls kurze Schwindelprobleme. Freezers Version von Universum 6 konnte dies nutzen und den Namekianer besiegen.

Jaco, der schon bei Son-Gokus Kampf einen Verdacht hatte, setzte sich während Piccolos Einsatz neben Vegeta um Frost genauer zu beobachten. Er stellte fest, dass dieser eine Art Waffe nutzt um seine Gegner angreifbar zu machen. Vegeta und Beerus wollen daraufhin, dass der Schiedsrichter Frost nach einer solchen Waffe untersucht.

Und tatsächlich: Aus Frosts Arm kommt ein gleicher Stachel hervor, der bei Berührung beim Gegner kurzzeitig für Benommenheit sorgt. Frost behauptete hingegen, dies sei keine Waffe, sondern seine Natur. Und Vados bestätigt: Frost ist nicht so nett und gutherzig wie er sich nach außen hin gibt.

Der Bösewicht zettelt Kriege an und beendet sie auf der anderen Seite auch wieder - nur um daraus Profit zu schlagen. Champa ist davon alles andere als begeistert, während Vados behauptet, dass dies keine Kriterien seien, wonach sie die Kämpfer im sechsten Universum zusammengestellt hatte.

Frost, dessen Blick nun mehr seinem Ebenbild aus Universum 7 ähnelt, wurde anschließend vom Ringrichter disqualifiziert und Piccolo zum Sieger ernannt. Jedoch schmeckt Vegeta dieses Szenario nicht. Er will die Rechnung selbst direkt mit Frost begleichen und fordert einen Kampf gegen ihn. Piccolo solle sich deshalb zurückziehen, worauf dieser auch einwillig. Nun sehen wir in der kommenden Folge also den Kampf zwischen Vegeta und Frost.


Fazit & Erwartungen

Grundsätzlich finde ich die aktuelle Handlung sehr interessant. Die Tatsache, dass Frost mit unfairen Mittel spielte, sehe ich sogar als Chance, dass, falls Vegeta Frost besiegt, sowohl Son-Goku als auch Piccolo wieder weiterkämpfen dürfen.

Es wurde nun schon viel über Frost und Cabba vom Universum 6 erwähnt, da dürfte es unsere Helden auch bald hinziehen um dort einen Konflikt zu lösen und wie dürften wahrscheinlich mehr über die ursprüngliche Heimat der Saiyajins erfahren. 

Aber jetzt folgt erstmal das Turnier: Universum 7 wäre Stand jetzt im klaren Nachteil, da man sowieso nur mit vier Kämpfern angetreten ist und nun auch schon zwei geschlagen sind. Man hätte nur noch Vegeta und einen gewissen Monaka, dessen Stärke man noch nicht wirklich einschätzen kann. Universum 6 hätte mit Frost eingeschlossen noch vier Kämpfer, von daher erwarte ich, dass entweder Son-Goku und Piccolo wieder eine Chance bekommen oder es sogar einen Zwischenfall gibt, der das Turnier unterbricht. Und wie könnte Frosts Niederlage ablaufen? Getötet werden darf er ja nicht, also wird er spätestens nach dem Turnier im sechsten Universum sein Unding weitertreiben. Vielleicht unterstützen Vegeta und Son-Goku Cabba ja dabei, Frosts Imperium zu beenden.

Es ist noch vieles offen und gerade das macht es ja interessant, was bei bisherigen Dragon Ball Super-Episoden ja nicht der Fall war, da man die grundlegende Handlung kannte. Andererseits hoffe ich das die gesamte Handlung nicht dem Ende von DBZ in Konflikt gerät... Wie werden sehen. Nun ist erstmal zwei Wochen Pause.